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Hier erhalten Sie aktuelle Informationen zu Veranstaltungen und eine Übersicht der Aktivitäten des Arbeitskreises Jüdisches Bingen in den letzten Jahren


Bevorstehende Termine

Datum

Veranstaltung

07.01.2026
15:00 Uhr
Kath. Pfarrheim Dromersheim
(Steuerstraße 7)

Ehemalige jüdische Mitbürger von Dromersheim
Am 7. Januar 2026, 15:00 Uhr, wird das neue Buch „Ehemalige jüdische Mitbürger von Dromersheim – Dromersheim in der Nazi Zeit" im kath. Pfarrheim Dromersheim, Steuerstraße 7, vorgestellt.

Das Buch enthält Zeitzeugnisse, die veröffentlicht werden müssen, um nicht vergessen zu werden und um daraus zu lernen. Das Buch hat über 100 Seiten und viele Fotos. Autoren sind Dr. Rohde, der über jüdische Einwohner schreibt, Lorenz Christian (+) berichtet über die Stammbäume Dromersheimer Juden und deren Verfolgung. Andrea Blumers konnte gewonnen werden, die 2006/2007 einen Beitrag über die Zeit von 1933-1945 „Im Spannungsfeld zwischen Anpassung und Widerstand“ schrieb. Sie führte auch ein Zeitzeugeninterview mit Anna Tischleder und deren Tochter Magdalena am 29.12.2006. Roland Gresch gibt Einblicke in das Leben von Dromersheimer Juden und Funde im Archiv Arolsen. Thomas Hartmann berichtet über den jüdischen Friedhof und die Thorarolle aus der Dromersheimer Synagoge. Fotos zeigen die ehemaligen Häuser von Dromersheimer Juden.

27.01.2026 (Di)
19:00 Uhr
ZwoZwo, Bingerbrück
(Koblenzer Straße 22)

80 Jahre nach Auschwitz feiern die Nachkommen zweier jüdischer Freundinnen ein Wiedersehen in Straßburg
Im Nachlass ihrer jüdischen Großmutter entdeckte Sabine Körner-Bourne Briefe und Fotos einer ihr unbekannten jungen Frau aus Elsass-Lothringen. Die Briefe erzählen von der innigen Freundschaft zweier Jüdinnen, die durch den Holocaust brutal beendet wurde. Jahrzehnte später findet diese Freundschaft eine berührende Fortsetzung in der Begegnung der Enkelin der überlebenden mit dem Sohn der im KZ ermordeten Freundin – eine Lesung über Erinnerung und Verlust, aber auch über die unerwarteten Glücksfälle des Lebens. 80 Jahre nach Auschwitz feiern die Nachkommen jüdischer Freundinnen ein Wiedersehen in Straßburg. Die Elsass-Lothringerin Suzanne und die Mainzerin Lina verband eine von Herzen kommende Freundschaft.

Suzannes Mutter stammte aus Mainz, sie war mit einem Lothringer verheiratet und die Familie lebte in Dieuze an der Mosel. Suzanne besuchte des Öfteren die Heimatstadt ihrer Mutter, dabei sahen sich die beiden jungen Frauen auch persönlich, vor allem aber hielten sie brieflichen Kontakt. Der Briefwechsel beginnt im Jahr 1916, da ist Suzanne 13 und Lina 14 Jahre alt. Suzannes letzter erhaltener Brief datiert aus dem Jahr 1939.

Lina überlebte den Holocaust dank des Schutzes, den ihr die Ehe mit einem Nichtjuden bot, Suzanne wurde 1944 mit ihrem Ehemann René in Auschwitz ermordet.

Lina sprach nicht über ihr Leben zur Zeit des Nationalsozialismus, auch ihre Freundin erwähnte sie nie. Sie bewahrte jedoch sämtliche Briefe und Fotos sorgfältig auf. Jahrzehnte später fand ihre Enkelin sie in ihrem Nachlass.

Suzanne und René hatten einen Sohn, Pierre, der im Alter von elf Jahren seine Eltern verlor und selbst versteckt der Verfolgung und damit dem sicheren Tod entkam. Durch eine glückliche Fügung stellte sich heraus, dass er, heute hochbetagt, in der Nähe von Straßburg lebt. Wieder begann ein Briefwechsel, der mit einem Besuch in Straßburg ein glückliches Ende nahm.

Dabei erhielt Pierre nach 80 Jahren Briefe und Bilder seiner Mutter, die er noch nie gesehen hatte, ein für alle sehr bewegender Moment. Pierre schrieb ein Buch über sein Leben und ließ seine Eltern als Opfer des Nationalsozialismus in der Datenbank von Yad Vashem eintragen. Er selbst ist als Holocaust-Überlebender vermerkt. Dank dieser Datenbank und der freundlichen Unterstützung der französischen Behörden haben sich die Familien wieder gefunden.


Puppentheater und Fotografien

ZEIT: Montag, 27. Januar 2025, 19.00 Uhr

ORT: ZwoZwo Stadtteilzentrum, Koblenzer-Straße 22, 55411 Bingen-Bingerbrück

Was wäre, wenn? In ihrem Puppentheaterstück mit dem Titel „Was wäre, wenn?“ zeichnet die Guldentalerin Heike Kinkel mit ihren Kolleginnen und Kollegen die Geschehnisse zur Zeit der Judenverfolgung in ihrer Heimatgemeinde nach.

Sie setzt die Schilderungen eines Zeitzeugen in eine frei erfundene Handlung um, die in Guldental oder in jedem anderen Ort spielen könnte und spielt sie mit ihren Stabpuppen.

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Das zerbombte Bingen Nach einer kurzen Pause zeigt der Vorsitzende des AK Jüdisches Bingen, Hermann-Josef Gundlach, Fotos des zerbombten Bingen.

Darunter sind viele Fotos des Binger Fotografen Karl Kühn, die das Leiden der Bevölkerung durch den von Hitler entfachten Krieg sichtbar machen.

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Durch einen KLICK HIER gelangen Sie zur Broschüre "Veranstaltungen zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" des Landtags Rheinland-Pfalz.


75 Jahre Grundgesetz - Demokratie schützen - Nie wieder 1933!

Der Verein "Demokratie schützen - Grundgesetz achten" und der "Arbeitskreis Jüdisches Bingen" laden Sie ein zur Kundgebung "75 Jahre Grundgesetz - Demokratie schützen - Nie wieder 1933!" am Samstag, 18. Mai 2024, 12.00 Uhr.

Der "Verein Demokratie schützen - Grundgesetz achten e.V." und der "Arbeitskreis Jüdisches Bingen" rufen die Binger Bevölkerung dazu auf, sich am 18. Mai 2024 von 12.00 bis 14.00 Uhr auf dem Bürgermeister-Neff-Platz in großer Zahl an der Kundgebung „75 Jahre Grundgesetz – Demokratie schützen – Nie wieder 1933!“ zu beteiligen.

Gemeinsam mit Infoständen von allen Fraktionen des Binger Stadtrates CDU, SPD, FDP, FWG, Bündnis 90/Die Grünen, Partei „Die Linke“ sowie Grußworten von Bürgermeister Ulrich Mönch und Sebastian Hamann wollen die Veranstalter ein klares Bekenntnis zum Schutz unserer Demokratie setzen.

Von 12.00 bis 13.00 Uhr stehen die Reden von Dr. Ralf Kohl (Demokratie schützen e.V.), Prof Antje Krause (Präsidentin TH Bingen) und Hermann-Josef Gundlach (Arbeitskreis Jüdisches Bingen) im Vordergrund, ab 13.00 Uhr soll das Gespräch an den Infoständen im Mittelpunkt stehen. Das „Bunte Bingen“ ist ebenfalls Unterstützer der Kundgebung.

Wir würden uns über Ihre Teilnahme sehr freuen. Geben sie diese Einladung auch an Freunde und Bekannte weiter.


Naomi Henkel-Gümbel zu Gast

Am Donnerstag, 25.01.2024, war Naomi Henkel-Gümbel zu Gast beim Arbeitskreis Jüdisches Bingen im Saal des Caritaszentrums.

Der Südwestrundfunk hat am 26.01.2024 hierzu einen Beitrag in der Sendung "SWR-Aktuell Rheinland-Pfalz" gesendet.

Der Bericht startet bei 17:28.


Gedenken mit virtuellem Rundgang

85 Jahre Reichspogromnacht: Blick in zerstörte Binger Synagoge

In der Reichspogromnacht 1938 wurde auch die Synagoge in Bingen niedergebrannt. Am Gedenktag ist in diesem Jahr ein Rundgang durch die frühere Synagoge möglich - mit VR-Brille.

Lesen Sie den folgenden Artikel von Rabea Amri, der wir ganz herzlich danken möchten, auf der Internetseite des SWR und kommen Sie am 09.11.2023 an die ehemaligen Binger Synagoge in Bingen, Rochusstraße. Um 19:00 Uhr startet die Gedenkveranstaltung.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!


Begräbnissituation der Binger Juden vor 1600

Mit dem folgenden Link erhalten Sie den Vortrag zur Begräbnissituation der Binger Juden vor 1600 von Dr. von Eyss als sog. Blättermagazin:

Link zum Blättermagazin


Jahresempfang der Wirtschaft - 02.02.2023

Bildquelle IHK/Alexander Sell

Sternstunde für den Arbeitskreis Jüdisches Bingen
in der SCHUM-Stadt Mainz

An unserem Stand zu Besuch: Ministerpräsidentin Malu Dreyer und unser Ehrenmitglied, der Keynote-Speaker des Abends, Dr. Peter Frey.

Bild hinten: Dr. Hans-Josef von Eyß, Dr. Peter Frey, Rainer Lutterbach

Bild vorne: Hermann-Josef Gundlach, Luise Lutterbach, Malu Dreyer

Bildquelle IHK/Alexander Sell

Mehr als 3000 Gäste kamen zum Jahresempfang der Wirtschaft in die Rheingoldhalle nach Mainz.

Dr. Peter Frey war der Keyspeaker des Abends, der mit seinem Vortrag über Journalismus und Lebenslügen zu fesseln wusste.

Sein Honorar spendete der aus Bingen stammende Topjournalist dem Arbeitskreis Jüdisches Bingen.

Bildquelle IHK/Alexander Sell

Dr. Peter Frey ermunterte die Zuhörer, den Stand der Binger im Empfangsbereich zu besuchen, wovon reichlich Gebrauch gemacht wurde und viele interessante Gespräche geführt wurden.

Auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer ließ es sich nicht nehmen, sich von dem Engagement der Binger zu überzeugen und machte deutlich, wie wichtig diese Erinnerungsarbeit ist.


Ehrenbrief für Herrn Dr. Hans-Josef von Eyß

Die Landrätin des Landkreises Mainz-Bingen würdigt den Dienst für die Allgemeinheit und Kultur im Landkreis Mainz-Bingen und verleiht den

Ehrenbrief
der Stiftung „Kultur im Landkreis" Mainz-Bingen

Herrn Dr. Hans-Josef von Eyß

Dr. von Eyß' Engagement gilt der Erinnerungskultur und der Bewahrung des jüdischen Erbes. Er transkribierte Einträge in historischen Familienbüchern und baute die Datenbank „Geballte Binger Familiengeschichte von 1715 bis in die 1920er Jahre" auf. Zudem ist er stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises Jüdisches Leben Bingen und Beisitzer in der Historischen Gesellschaft Bingen.

Sein Engagement und Einsatz ehrt ihn in besonderem Maße als vorbildliche Persönlichkeit im Landkreis Mainz-Bingen und in seiner Heimatgemeinde Waldalgesheim.

Ingelheim am Rhein, 6. Dezember 2022

Dorothea Schäfer
Landrätin des Landkreises Mainz-Bingen
Vorsitzende des Stiftungsbeirates


Büdesheimer Autorin erinnert an geflohenen Juden

Anlässlich der Vorstellung unseres neuen Buches am von Luise Lutterbach

„Wenn sich der Sturm beruhigen wird und sich die Zeiten wieder ändern werden, kannst du zurückkommen“ - Die Lebensgeschichte von Karl Bermann/ Auf den Spuren des jüdischen Büdesheims

hat der Südwestfunk Fernsehaufnahmen mit Tirtza Fenig-Bermann, der Tochter von Karl Bermann und Luise Lutterbach gemacht.


3. Besuch in der Heimat des Urgroßvaters

Bild: Rainer Lutterbach

Nina Naiman besuchte am 18.08.2022 mit ihrem Mann, Tochter und Enkelin schon zum dritten Mal Bingen, die Heimat ihres Urgroßvaters Martin Bermann.

Stolpersteine in Bingen-Büdesheim erinnern an die Vorfahren.

(Näheres siehe Pressemitteilung).


Auf Spurensuche jüdischer Vorfahren

Bild: Beate Goetz

Am 19.07.2022 besuchte Chris DeWitt Bingen, um zusammen mit Beate Goetz vom Arbeitskreis Jüdisches Bingen auf Spurensuche ihrer jüdischen Vorfahren zu gehen.

(Näheres siehe Pressemitteilung).


Stolpersteine erhalten QR-Code

Bild: Thomas Schmidt

Schüler der Rochus-Realschule plus haben unter Anleitung ihres Lehrers Herrn Marcus Griesang ein Projekt in Angriff genommen, damit jeder, der nähere Informationen zu den Stolpersteinen beim Gang durch Bingen erhalten will, diese sofort vor Ort über ein Smartphone abrufen kann.

Dazu wird neben dem Stolperstein ein passender QR-Code auf einer Steinplatte in den Gehweg eingelassen, der zu den von den Schülern erarbeiteten Informationen führt.

(Näheres siehe Pressemitteilung).


Luise Lutterbach - „Das Vermächtnis der Eugenie Kohlmann“

Bild: AKJB

Frau Luise Lutterbach vom Arbeitskreis Jüdisches Bingen stellte in Ihrem Artikel „Das Vermächtnis der Eugenie Kohlmann“ die Geschichte der hochbegabten jüdischen Binger Musikerin dar, die in der Schmittstraße 11 wohnte und die aufgrund ihrer Krankheit Rachitis an den Rollstuhl gebunden war.

Ihre kunstvoll illustrierten Partituren, deren Bandbreite von Rheinliedern bis hin zu Beethoven reichen, befinden sich jetzt in der Thornton School of Music der University of Southern Californa.

(Näheres siehe Pressemitteilung)


Gedenkveranstaltung aus Anlass der Deportation von Binger jüdischen Mitbürgern vor 80 Jahren

Bilder: AKJB

Samstag, den 19.03.2022, um 11:00

Mainzer-Hof-Platz gegenüber der Buchhandlung Schweikard, Ecke Schmittstraße-Zehnthofstraße, Bingen

Veranstalter: Arbeitskreis Jüdisches Bingen (AKJB)

Am 20.03.1942 erfolgte die erste Deportation von Binger Bürgern jüdischen Glaubens. Am 19.03.1942 durften sie nicht mehr ihren Wohnort verlassen und mussten sich auf den Abtransport vorbereiten.

Drei Fotos erinnern an dieses Geschehen. Mit wenigen Habseligkeiten mussten sie - von Polizeikräften begleitet - zum Abtransport an die Binger Stadthalle laufen von wo aus sie zunächst zum Bahnhof Mombach und von dort nach Darmstadt und anschließend in die Vernichtungslager gebracht wurden.

Bürgermeister Mönch und der Vorsitzende des AKJB Herr Gundlach erinnerten an diese Zeit. Schüler und Schülerinnen der Rochus-Realschule plus verlasen einzelne Textpassagen dazu.