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Stolpersteine in Oberwesel

Landtagspräsident Joachim Mertes und Landtagsabgeordneter Hans-Josef Bracht während der Verlegung der Stolpersteine am 3. Februar 2015

entnommen: Webseite Landtag Rheinland-Pfalz

„Die Menschen an die wir heute erinnern, waren Deutsche jüdischen Glaubens. Wir dürfen unsere Sicht auf diese Menschen aber nicht auf ihre Religion beschränken. Sie waren Bürgerinnen und Bürger aus Oberwesel. Von hier wurden sie vertrieben. Hier begann ihre Leidensgeschichte, die für viele nach der Deportation in den Lagern endete, in denen sie umgebracht wurden“, so Landtagspräsident Mertes.
Die Nazis tätowierten den Gefangenen der Konzentrationslager Nummern auf den  Arm. „Es war Ziel der Nationalsozialisten, ihnen ihre Persönlichkeit zu nehmen. Mit den Stolpersteinen geben wir den Opfern ihren Namen zurück“, so Landtagspräsident Mertes.
Mit der ersten Verlegung von 12 Stolpersteinen gedenkt die Stadt Oberwesel zwölf ehemaliger Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens. Die meisten von ihnen wurden in Konzentrationslagern ermordet, manche konnten ins Ausland fliehen. Gemeinsam war ihnen jedoch allen, dass sie durch die Verfolgung durch die Nationalsozialisten aus ihrer Heimatstadt Oberwesel vertrieben wurden.
Die Verlegung wurde auf Betreiben der Schüler der Realschule plus und ihres Geschichtslehrers Marcel Griesang durchgeführt, die sich schon lange mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Oberwesel befassen. Dadurch solle das Geschehene für die Schüler greifbarer werden.
Auch Landtagsabgeordneter Hans-Josef Bracht lobte das Engagement der Schüler. „Die Stolpersteine rufen uns zur Wachsamkeit auf. Sie fordern uns auf, uns stark zu machen für die Demokratie. Wer in der Demokratie einschläft, wacht in der Tyrannei auf“, so Bracht.

Lesen Sie weiter  (Bericht in der Zeitung Rhein-Hunsrück)