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Facharbeiten von Schülern des Stefan George-Gymnasiums (SGG) zum Judentum in Bingen

Bingen: Bücher für die Bibliothek
AZ 16.08.2014: Anerkennung: Arbeitskreis Jüdisches Bingen würdigt historische Arbeiten am SGG

BINGEN (red). Sowohl das Binger Stefan-George-Gymnasium (SGG) als auch der Arbeitskreis Jüdisches Bingen (AKJB) bemühen sich, die regionale und die überregionale Geschichte zu erforschen, Lehren daraus zu ziehen und auch neue Wege zu suchen, diese Erkenntnisse altersgemäß weiterzugeben. In dieser Einschätzung waren sich Schulleiterin Renate, Seipel sowie ihre Kollegen Rudolf Müller und Oberstudienrat Egon Goldschmidt und der Vorsitzende des AKJB, Hermann-Josef Gundlach, mit seinem Stellvertreter Dr. Hans-Josef von Eyss einig.
Tabuthemen aufgegriffen
Gundlach stellte hierbei ganz besonders die Facharbeiten von Schülern heraus, die sich mit Binger Themen aus der Erinnerungs- und Gedenkarbeit befassen. Es sind durchweg Themen, über die lange Zeit überhaupt nicht gesprochen wurde, sogenannte Tabu-Themen. Ganz aktuell sind es zwei Arbeiten von Dina Wiegers mit dem Titel „Und plötzlich, waren sie alle weg..." und von Johannes Gaul zum Thema „Judentum in Bingen", der die „Konzeption eines historischen Lehrpfades" nicht nur beschreibt, sondern auch für Menschen mit Smartphone nutzbar machen will.
Gerade mit letzterem erhofft sich der AKJB die Jugend näher an das Thema heranzubringen. Schließlich kann Bingen auf eine große jüdische Ge schichte mit ebenfalls großen und wichtigen jüdischen Bügern verweisen, so beispielsweise auf den Binger Arzt und Ehrenbürger Dr. Isaac Ebertsheim oder auf den Rabbiner Dr. Grünfeld, dem viele Er-kenntnisse zur Geschichte der Binger Juden zu verdanken sind.
Die beiden jungen Leute werden ihre Arbeiten am Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, 14. September, um 15 Uhr, interessierten Bürgern in der Erinnerungs- und Gedächtnisstätte in der ehemaligen Binger Synagoge vorstellen.
Dass solche Arbeiten möglich sind und solche Themen gewählt werden, ist nicht zuletzt der Schule zu verdanken und im SGG ganz besonders dem für den Bereich Geschichte zuständigen Lehrer, Egon Goldschmidt. Ihm dankte Gund-lach ganz besonders für sein Engagement.
Zur Verstärkung der Bibliothek des Stefan-George-Gymnasiusm übergab Gundlach zwei Exemplare des Buches von Dr. Hans-Josef von Eyss
„Geschichte der Juden in Bingen von den Anfängen bis 1905".
Für die Zukunft sind Besuche der Erinnerungs- und Gedächtnisstätte, verbunden mit einem Vortrag über die Geschichte der Binger Juden, geplant. Die Schülerinnen und Schüler erhalten damit die Möglichkeit, die Erinnerungs- und Gedächtnisstätte einschließlich des Modells der früheren Synagoge zu besichtigen.