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Aus der Mitgliederversammlung am 20.11.2013

Die Mitgliederversammlung fand in der Erinnerungs- und Begegnungsstätte in der ehemaligen Binger Synagoge in der Rochusstraße 10 statt.

1.Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden
Nach der Begrüßung gedachten die Anwesenden der verstorbenen Mitglieder, Frau Lisa Japha, gest. im Februar 2013 in Denver/USA und Frau Luise Natt, gest. 01. April 2013 in Wörrstadt.
Herr Gundlach teilte mit, dass die Migliederzahl Ende des Jahres 2013 voraussichtlich 59 sein wird.
Folgende Aktivitäten wurden teilweise auch in der Presse behandelt:
Tag der offenen Tür 2013 in der ehemaligen Synagoge, welcher mit großem Interesse aufgenommen wurde und mit einem Vortrag von Herrn Dr. von Eyss zur Binger Stadtgeschichte mit dem Hauptthema jüdisches Leben in Bingen ausgestaltet war.
Tag des offenen Denkmals mit Öffnung des jüdischen Friedhofs, welcher in diesem Jahr leider wenig Interesse fand, was wohl an der gleichzeitigen Öffnung zahlreicher anderer Denkmale in Bingen und des an diesem Tag stattfindenden Winzerfestumzug lag. Aus diesem Grunde wird für das nächste Jahr ein anderer Termin für die Öffnung des jüdischen Friedhofs angedacht. Weiterhin wird überlegt, wie der Grabstein des Binger Ehrenbürgers Dr. Isaac Ebertsheim derart restauriert werden könnte, dass er von den interessierten Besuchern auch gefunden wird.
Vortrag Prof. Dr. Dieter Bingen am 02.10.13 in der ehemaligen Synagoge, welcher stark besucht war und die interessante Familiengeschichte der Familie Bingen bis zurück ins Mittelalter zum Gegenstand hatte.
Gedenkveranstaltung an die Reichspogromnacht von 1938 am 09. November an der ehemaligen Synagoge, welche wieder vom AKJB mitorganisiert wurde und viele Bürger zur Teilnahme bewegte.
Zur Verleihung der Wilhelm Leuschner-Medaille an Herrn Prof. Dr. Dieter Bingen am 01. Dezember 2013 durch den hessischen Ministerpräsidenten haben der Vorsitzende und Frau Giesbert eine Einladung erhalten und werden selbstverständlich teilnehmen.
Seit diesem Jahr ist der AkJB Mitveranstalter der „Zeitzeugenvorträge". Vertreter des AkJB nahmen an den Zeitzeugenvorträgen von Frau Henriette Kretz am 18.11.2012 und von Herrn Jacek Zieliniewicz , welcher 2 Jahre Haft in Konzentrationslagern überlebte, am 29.08.2013 teil.
Mittlerweile sind fast 200 Bücher, Hefte, Broschüren, CD's und DVD's in der AkJB-eigenen Bibliothek vorhanden und katalogisiert. Diese können nach Voranmeldung von Interessierten ausgeliehen werden. Ein Buch, welches hauptsächlich die AZ-Beiträge von Frau Goetz zum Inhalt haben soll, ist in Vorbereitung. Auch sind weitere Faltblätter in Vorbereitung.
Vortrag Prof. Dr. Dieter Bingen am 02.10.13 in der ehemaligen Synagoge, welcher stark besucht war und die interessante Familiengeschichte der Familie Bingen bis zurück ins Mittelalter zum Gegenstand hatte.
Gedenkveranstaltung an die Reichspogromnacht von 1938 am 09. November an der ehemaligen Synagoge, welche wieder vom AkJB mitorganisiert wurde und viele Bürger zur Teilnahme bewegte.
Zur Verleihung der Wilhelm Leuschner-Medaille an Herrn Prof. Dr. Dieter Bingen am 01. Dezember 2013 durch den hessischen Ministerpräsidenten haben der Vorsitzende und Frau Giesbert eine Einladung erhalten und werden selbstverständlich teilnehmen.
Seit diesem Jahr ist der AkJB Mitveranstalter der „Zeitzeugenvorträge". Vertreter des AkJB nahmen an den Zeitzeugenvorträgen von Frau Henriette Kretz am 18.11.2012 und von Herrn Jacek Zieliniewicz , welcher 2 Jahre Haft in Konzentrationslagern überlebte, am 29.08.2013 teil.
Mittlerweile sind fast 200 Bücher, Hefte, Broschüren, CD's und DVD's in der AkJB-eigenen Bibliothek vorhanden und katalogisiert. Diese können nach Voranmeldung von Interessierten ausgeliehen werden.

2. Wahl der Vorstandmitglieder und Kassenprüfer:
Herr Gundlach teilte mit, dass Frau Goetz nicht mehr für die Position der stellvertretenden Vorsitzenden zur Verfügung steht, jedoch weiterhin Vorstandsmitglied bleiben möchte. Weiterhin scheidet Frau Wegner aus dem Vorstand aus. Dafür erklärt sich, vorbehaltlich der Wahl, Herr Dr. Holz bereit im Vorstand mitzuarbeiten. Für Frau Goetz erklärt sich Herr Dr. von Eyss, vorbehaltlich der Wahl, bereit die Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden zu übernehmen.

Gewählt wurden:

  • Vorsitzender, Herr Gundlach
  • Stellvertretender Vorsitzender, Herr Dr. von Eyss
  • Schriftführer, Herr Burghardt
  • Kassiererin, Frau Kossmann
  • Beisitzerin, Frau Giesbert
  • Beisitzer, Herr Ertel   
  • Beisitzerin, Frau Goetz
  • Beisitzer, Herr Dr. Holz
  • Kassenprüfer, Frau Regina Hahn Blaik
  • Kassenprüfer, Frau Theres Schunk

Anschließend dankte der Vorsitzende den ausgeschiedenen Vorstandmitgliedern für ihre geleistete Arbeit.

3. Satzungsänderung:
Die Satzungsänderungen (siehe Satzung) wurden einstimmig von der Mitgliederversammlung beschlossen.

4. Bericht von Frau Goetz zu Genealogie, Stolpersteinen, Kontakte: 
Am 1. Januar starb in Williamsville, NY Herr Martin Pine, der Ehemann von Frau Dr. Ellen Pine geborene Kann.
Am 1. Februar starb in Pennswood Village in Newtown, Pennsylvanien Frau Dr. Ruth Esser Frank. Sie war die Ehefrau von Ulrich Frank, einem Urenkel von Dr. Isak Ebertsheim.
Am 27. Februar starb in Denver, Colorado nach längerem schweren Leiden Frau Ly Japha geborene Lisa Gross im Alter von 91 Jahren.

Die einmal so rege Korrespondenz, die Frau Goetz seit fünfzehn Jahren mit den ehemaligen Bingern führe, wird seitens der jüdischen Freunde immer bescheidener, was dem hohen Alter der meisten geschuldet ist. So habe Frau Goetz im Namen des Arbeitskreises im Laufe des Jahres einmal zum 80. Geburtstag gratuliert, einmal zum 83., einmal zum 84., dreimal zum 86., zweimal zum 87., einmal zum 88., einmal zum 90., einmal zum 91., zweimal zum 92. und zweimal zum 94. Geburtstag.

Die Korrespondenz mit den Nachkommen ist eine ganz andere. Auch sie sehen in den Rundbriefen eine Verbindung zu der Stadt, die sie aus den Erzählungen ihrer Eltern kennen und schätzen unsere Anstrengungen, die Erinnerung an die jüdischen Gemeinden Bingens wach zu halten.

Immer wieder gab es in den letzten Jahren Gelegenheit, Nachkommen von Binger jüdischen Familien bei ihren Besuchen zu begleiten. So konnte Frau Goetz kürzlich zwei Tage lang Roberto Wiener aus Chile durch Bingen begleiten. Ein Besuch, der schon ein paar Jahre zurückliegt, hat Früchte getragen. Rabbiner Jonathan Wittenberg aus London, der auf seiner Wanderung von Frankfurt nach London auch in Bingen Station gemacht hatte, hat seine Erfahrungen in einem Buch niedergelegt und darin auch ein Kapitel Bingen gewidmet. Es trägt den Titel „Walking with the Light".

Am 5. November konnte Gunter Demnig zwanzig weitere Stolpersteine in Bingen verlegen, womit nun 90 Steine an Binger jüdische Opfer des Holocaust erinnern.
In Gaulsheim in der Mainzer Straße 357 verlegte er zwei Steine für den Kaufmann Theodor Boll und seine Frau Johanette geborene Wolf. In der Innenstadt erinnern in der Kurfürstenstraße 3 vier Steine an den Rechtsanwalt Richard Strauß, seine Frau Helene geborene Kann und die Töchter Elise und Lea, in der Mainzer Straße 10 drei Steine an den Weinhändler Ernst Wolf, seine Frau Marianne geborene Schwalbe und Tochter Marion, in der Rochusstraße 3 drei Steine an den Weinhändler Adolf Rosenstock, seine Frau Selma geborene Fink und Sohn Herbert, in der Gaustraße 14 vier Steine an den Kaufmann Sally Sommer, seine Frau Ida geborene Blumenthal und die Söhne Erwin und Heinz und in der Rathausstraße 20 vier Steine an den Schuhmachermeister Karl Keller, seine Frau Eva geborene Salomon und die Kinder Ruth und Walter.

Zu allen sechs Positionen hat Frau Goetz Artikel verfasst, die unter Stolpersteine nachzulesen sind.

5. Unter Verschiedenes berichtete Herr Dr. Holz über seine Aktivitäten u. a. bezüglich des jüdischen Friedhofes in Oberheimbach.