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Bilder aus Bingen gehen um die Welt

Die Bildtafel mit den Bildern aus BingenDr. Götten vor der Tafel, die er mit einem Vortrag erläuterte.

Einzigartige Zeitdokumente - Fotos der Deportation von Juden werden in Datenbanken übernommen

Entnommen:
Allgemeine Zeitung vom 6. November 2009 
Von Beate Goetz

BINGEN. Dass die erst im vergangenen Jahr aufgefundenen Deportationsfotos des Binger Fotografen Karl Kühn, der von 1887 bis 1963 lebte, auf so großes Interesse stoßen würden, hätte selbst beim Arbeitskreis Jüdisches Bingen, bei dem die Veröffentlichungsrechte liegen, niemand erwartet.
Durch Vermittlung von Dr. Peter Frey, Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios, wurden die einzigartigen Zeitdokumente inzwischen in die Datenbanken des Jüdischen Museums Berlin und des Museum for Jewish Heritage in New York aufgenommen.
Am 10. November um 19 Uhr werden die Binger Fotos auf einer eigenen Tafel in die Dauerausstellung „Verfolgung und Widerstand in Rheinland-Pfalz“ der Gedenkstätte KZ-Osthofen eingegliedert. Im Begleittext der Einladung zu dieser öffentlichen Veranstaltung ist zu lesen: „Da für unsere Region bislang keine annähernd so eindrücklichen Deportationsfotos bekannt sind, haben wir uns entschlossen, diese Fotos der Öffentlichkeit in unserer Dauerausstellung zu zeigen.“ Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte der Binger Juden durch Dr. Josef Götten, Vorsitzender des „Arbeitskreises Jüdisches Bingen“, wird Dr. Walter Rummel, Leiter des Landesarchivs Speyer, einen Vortrag zum Thema „Bilder des Unrechts“ halten. Er wird dabei die historische Einordnung bildlicher Quellen und deren Wirkungsgeschichte an Beispielen von Fotos aus dem Raum Rheinhessen darstellen. Weitere Infos erteilen das Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz und der Arbeitskreis.